Von Stiftung DHD und DGPR entwickelt:
Zertifikat zur Anschlussheilbehandlung herzkranker Diabetiker




Neu: Rehabilitationskliniken können jetzt mit dem Zertifikat „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ zeigen, dass sie Patienten mit Diabetes nach einem operativen Eingriff am Herzen adäquat betreuen. Die Zusatzqualifikation wird an zertifizierte kardiologische Kliniken im Rahmen des Zertifizierungsprozesses durch die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) vergeben. Entwickelt wurde das Zertifikat von der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD) und der DGPR vor dem Hintergrund, Patienten, Ärzten und Kostenträgern die Suche nach einer geeigneten Einrichtung für die kardiologische Rehabilitation zu erleichtern. Denn für die Prognose herzkranker Diabetiker ist wichtig, dass sie in der Anschlussheilbehandlung sowohl kardiologisch als auch diabetologisch optimal versorgt werden. Immerhin verstirbt jeder Zweite von drei Diabetikern an einer Gefäßkomplikation und 40 Prozent aller Herzoperierten haben Diabetes oder die Vorstufen der Erkrankung. Zur Senkung von Morbidität und Letalität müssen Lücken in der Versorgungskette geschlossen werden, die in der breiten Fläche noch immer überwiegen.

REHA-Zertifikat verbessert Anschlussheilbehandlung herzkranker Diabetiker. Bei der Pressekonferenz im Rahmen der 35. Jahrestagung der DGPR „Präventive Kardiologie“ am 23. Mai in Berlin wurde das Konzept vorgestellt. Auf dem Podium saßen die Initiatoren (von links nach rechts): Prof. Martin Halle, Prof. Marthin Karoff, Prof. Gerd Bönner, Prof. Diethelm Tschöpe, PD Morten Schütt und Prof. Bernhard Schwaab (Foto: © Katrin Hertrampf)

Dies gilt ebenso für die Rehabilitation im Anschluss an die Akutbehandlung: Nachsorge ist nicht gleich Nachsorge! Denn die Qualität der Betreuung entscheidet auch darüber, ob ein Patient langfristig profitiert oder bald erneut von Gefäßereignissen beeinträchtigt wird. Um der Komplexität des Krankheitsbildes herzkranker Diabetiker gerecht zu werden, sind strukturelle, personelle und apparative Voraussetzungen notwendig. REHA-Kliniken, die das Zertifikat „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ erwerben wollen, müssen diese Bedingungen erfüllen. Sie beinhalten u.a. die interdisziplinäre Behandlung mit Kardiologen und Diabetologen im Team, darüber hinaus werden Rehabilitations-/ Sozial- und Ernährungsmediziner, Bewegungstherapeuten, Psychologen, Diabetesberater sowie geschultes Personal, auch in der Wundversorgung gefordert. Der ausführliche Kriterienkatalog ist über die DGPR (info@ich-will-keinen-spamdgpr.de) oder die Stiftung DHD (info@ich-will-keinen-spamstiftung-dhd.de) erhältlich.

 

Die Zertifizierung „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ sei kein Aktionismus, es bestehe der Bedarf, die Kompetenzen von Kardiologie, Diabetologie und Rehabilitationsmedizin zu bündeln, sagen die Verantwortlichen. Die Stiftung DHD sieht sich dabei als Impulsgeber aus dem Verständnis der Patienten heraus. „Mit dem Zertifikat ist es gelungen, analog zur Leitlinienebene -gemeint sind die großen Fachgesellschaften DDG, EASD und ESC- ein Versorgungsinstrument zu schaffen, das Standards in der Rehabilitationsmedizin abbildet“, erklärt der Stiftungsvorsitzende Professor Tschöpe. Und Professor Bönner von der DGPR fügt ergänzend hinzu: „Die Umstellung des DGPR-Zertifizierungsprozesses zum 01. Mai 2008 hat den Vorteil, dass nach der Strukturerhebung nun auch die Ergebnisqualität in einem Register erfasst wird. So können wir künftig Daten von Diabetikern vergleichen und zeigen, was die Rehabilitationsmedizin leistet“.

 

Mit gutem Beispiel voran geht die Curschmann-Klinik (Timmendorfer Strand), die schon jetzt in vollem Umfang die Kriterien „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ erfüllt. Professor Schwaab (Chefarzt, ltd. Kardiologe) und Privatdozent Schütt (Endokrinologe, ltd. Diabetologe) waren für den Inhalt des Zertifikats mitverantwortlich. Bei Rückfragen steht PD Dr. Morten Schütt als Ansprechpartner zur Verfügung (schuett@ich-will-keinen-spamdrguth.de) .


Presseunterlagen zum Download:



Pressemitteilung als PDF-Datei (80 kB)

 

Text: K. Hertrampf ©

 

Reha-Zertifikat als PDF-Datei (176 kB)

 

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Bildunterschrift: REHA-Zertifikat verbessert Anschlussheilbehandlung herzkranker Diabetiker. Bei der Pressekonferenz im Rahmen der 35. Jahrestagung der DGPR „Präventive Kardiologie“ am 23. Mai in Berlin wurde das Konzept vorgestellt. Auf dem Podium saßen die Initiatoren (von links nach rechts): Prof. Martin Halle, Prof. Marthin Karoff, Prof. Gerd Bönner, Prof. Diethelm Tschöpe, PD Morten Schütt und Prof. Bernhard Schwaab

Foto: K. Hertrampf ©


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