Stiftung DHD fördert wissenschaftlichen Nachwuchs:
20.000 EURO für Bypassforschung vergeben



Bad Oeynhausen (30.12.2009) - Innovative Forschung braucht nicht nur Ideen und Zeit, sondern auch Geld, um Projekte in die Tat umsetzen zu können. Deshalb hat die Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker) im Dezember 2009 erstmals das Forschungsstipendium für Nachwuchswissenschaftler vergeben.

Die Förderung ging an die Herzchirurgin Bettina Wiegmann der Medizinischen Hochschule Hannover. Möglich wird das Stipendium durch das Engagement von Astra Zeneca/ Bristol-Myers Squibb. Wiegmann möchte in ihrer Studie zwei Schlüsselenzyme analysieren, die maßgeblich an der Funktion von Blutgefäßen beteiligt sind. Die beiden Enzyme sind für die Entgiftung von Sauerstoffradikalen, welche die Gefäße schädigen können, verantwortlich. Die Stipendiatin ist auf der Suche nach geeignetem Arterien- oder Venenmaterial für die Bypassoperation bei herzkranken Patienten mit Typ 2 Diabetes. Wiegmann geht davon aus, dass zwischen der Konzentration der beiden Enzyme und dem optimalen Gewebe ein Zusammenhang besteht. Dieser scheint bei Diabetikern ausgeprägter zu sein als bei Nicht-Diabetikern. Die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, ist für Patienten mit Diabetes genauso hoch wie für Stoffwechselgesunde nach Infarkt. Diabetiker sterben noch immer mehrheitlich an Herzinfarkt oder Schlaganfall.

"Wir wollen mit dem Stipendium junge Akademiker zur Forschung stimulieren und Projekte fördern, die sich der Stoffwechsel- und Gefäßproblematik herzkranker Diabetiker widmen", sagt Professor Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung DHD mit Sitz am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen.

2010 wird das DHD-Forschungsstipendium wieder an junge Wissenschaftler mit innovativen Projektideen verliehen. Die Bewerber sollten bei Einreichen ihres Forschungsvorhabens das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Preis ist mit 20.000 EURO dotiert und wird bei der Stiftungsjahrestagung im Dezember in Berlin vergeben. Einsendeschluss für die Projektskizzen interessierter Akademiker ist der 01. September 2010. Weitere Informationen unter www.stiftung-dhd.de.


Erste DHD-Forschungsstipendiatin ist Bettina Wiegmann (Bildmitte) aus Hannover. Das Stipendium wurde im Dezember von Professor Stefan R. Bornstein (TU Dresden, Mitglied der Preisjury, links im Bild) und Professor Diethelm Tschöpe (HDZ NRW Bad Oeynhausen, Vorsitzender der Stiftung DHD, rechts im Bild) in Berlin übergeben.
Erste DHD-Forschungsstipendiatin ist Bettina Wiegmann (Bildmitte) aus Hannover. Das Stipendium wurde im Dezember von Professor Stefan R. Bornstein (TU Dresden, Mitglied der Preisjury, links im Bild) und Professor Diethelm Tschöpe (HDZ NRW Bad Oeynhausen, Vorsitzender der Stiftung DHD, rechts im Bild) in Berlin übergeben.

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Bildunterschrift: Erste DHD-Forschungsstipendiatin ist Bettina Wiegmann (Bildmitte) aus Hannover. Das Stipendium wurde im Dezember von Professor Stefan R. Bornstein (TU Dresden, Mitglied der Preisjury, links im Bild) und Professor Diethelm Tschöpe (HDZ NRW Bad Oeynhausen, Vorsitzender der Stiftung DHD, rechts im Bild) in Berlin übergeben.


Mit Frau Wiegmann freute sich auch die Firma Astra Zeneca/ Bristol Myers Squibb, die das Stipendium mit ihrem Engagement unterstützt. v.l.n.r. Sumita Sarkar-Moser (Medical Science Manager BMS), Bettina Wiegmann (Forschungsstipendiatin), Dr. Kerstin Fischer (Medical Science Manager BMS) und Dr. Yasmin Nazirizadeh (Cardiovascular & Metabolics BMS)
Mit Frau Wiegmann freute sich auch die Firma Astra Zeneca/ Bristol Myers Squibb, die das Stipendium mit ihrem Engagement unterstützt. v.l.n.r. Sumita Sarkar-Moser (Medical Science Manager BMS), Bettina Wiegmann (Forschungsstipendiatin), Dr. Kerstin Fischer (Medical Science Manager BMS) und Dr. Yasmin Nazirizadeh (Cardiovascular & Metabolics BMS)

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Bildunterschrift: Mit Frau Wiegmann freute sich auch die Firma Astra Zeneca/ Bristol Myers Squibb, die das Stipendium mit ihrem Engagement unterstützt. v.l.n.r. Sumita Sarkar-Moser (Medical Science Manager BMS), Bettina Wiegmann (Forschungsstipendiatin), Dr. Kerstin Fischer (Medical Science Manager BMS) und Dr. Yasmin Nazirizadeh (Cardiovascular & Metabolics BMS)

 

Text/Bilder/Pressekontakt:
Katrin Hertrampf
Stiftung "Der herzkranke Diabetiker" (DHD)
Herz- und Diabeteszentrum NRW
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel: 05731/ 973771
info@ich-will-keinen-spamstiftung-dhd.de


Ausgezeichnet: 10.000 EURO für Forschung von Tobias Geisler



Bad Oeynhausen (23.12.2009) - Der Förderpreis der Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker) geht 2009 an den Tübinger Kardiologen Tobias Geisler.

Er kam zur Verleihung aus London eingeflogen (wo er aktuell am Royal Brompton Hospital tätig ist), um den Preis für herausragende Forschung an der Schnittstelle von Stoffwechsel- und Gefäßmedizin entgegenzunehmen. Der mit 10.000 EURO dotierte Preis wird von Sanofi Aventis unterstützt und bei der DHD-Jahrestagung im Dezember in Berlin vergeben. "Geisler ist ein exzellenter Wissenschaftler. Mit seiner Forschungsarbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Prognoseverbesserung bei herzkranken Diabetikern", sagt der Stiftungsvorsitzende Professor Diethelm Tschöpe aus Bad Oeynhausen. Der Kardiologe und sein Team um Professor Meinrad Gawaz kommen zu dem Ergebnis, dass Typ 2 Diabetiker nach Implantation eines Stents (Gefäßstütze) hinsichtlich der Prognose für ihr Herz von kombinierten Therapieansätzen profitieren. Das kardiovaskuläre Risiko ist bei den Patienten durch die eingeschränkte Funktion der Blutgefäße (endotheliale Dysfunktion) erhöht. Sie begünstigt Entzündungsprozesse (Inflammation) und die Gerinnungsneigung der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation). Die Forscher konnten zeigen, dass bei interventionell behandelten Diabetikern der Grad der Inflammation und der Blutzuckerkontrolle mit einem verminderten Ansprechen auf die konventionelle Antiplättchentherapie korreliert. Als prognostisch relevanter Risikofaktor wurde auch die Restaggregation der Thrombozyten bei vorliegendem Typ 2 Diabetes identifiziert. Sie scheint -zumindest kurzfristig- ein unabhängiger Prädiktor für das Auftreten von Infarkt oder kardial bedingten Tod zu sein. Gesamtfazit der Forscher ist: Mit kombinierten Therapieansätzen können Entzündungsprozesse gehemmt, Stoffwechselkontrolle und Gerinnungseigenschaften optimiert werden.

Der DHD-Förderpreis wird 2010 erneut ausgeschrieben. Eingereicht werden können Arbeiten aus dem grundlagenwissenschaftlichen, klinischen und versorgungsmedizinischen Bereich. Einsendeschluss ist der 30. September. Informationen unter www.stiftung-dhd.de


Der diesjährige Förderpreis der Stiftung DHD ging an Dr. Tobias Geisler aus Tübingen (2. von rechts). Dr. Berndt von Stritzky (Medical Director) und Dr. Regina Pfeiffer (Brand Director/ Marketing), beide von Sanofi Aventis (links), übergaben den Preis gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe (rechts)
Der diesjährige Förderpreis der Stiftung DHD ging an Dr. Tobias Geisler aus Tübingen (2. von rechts). Dr. Berndt von Stritzky (Medical Director) und Dr. Regina Pfeiffer (Brand Director/ Marketing), beide von Sanofi Aventis (links), übergaben den Preis gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe (rechts)

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Bildunterschrift: Der diesjährige Förderpreis der Stiftung DHD ging an Dr. Tobias Geisler aus Tübingen (2. von rechts). Dr. Berndt von Stritzky (Medical Director) und Dr. Regina Pfeiffer (Brand Director/ Marketing), beide von Sanofi Aventis (links), übergaben den Preis gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe (rechts).

 

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